Unsere Kinder

 

  LEBEN IM GRENZBEREICH ZWISCHEN ARMUT UND VERELENDUNG,

einige in halb verlassenen Plattenbauruinen, andere  in Bretterbuden-Slums mit minimaler Infrastruktur, ohne Zugang zu sauberem Wasser oder sanitären Einrichtungen.

Mihai erzählt:
„Als ich 11 war durfte ich nicht mehr in die Schule. Ich musste auf die beiden Kleinen aufpassen. Ich fragte „Warum?“ und meine Eltern sagten: "Wir haben kein Geld für den Schulfond und die Bücher und Kleider". Das war eben so. Wir hatten nur alte Klamotten von Erwachsenen und ich weinte. Ein paar Kinder aus der Klasse lachten: „Aus dem wird nichts, weil er nicht mehr lernt.“ Ich wollte in die Schule gehen, aber ich durfte nicht. Zuhause hatten wir ein Zimmer, aber im Haus gab es kein Wasser - auch nicht fürs Klo.
Ich habe mich blöd gefühlt und bin drei Mal weggelaufen, aber darüber will ich nicht reden.“


Die kurzen Lebensgeschichten dieser Kinder decken oft mehr Spannungsfelder und Barrieren auf als mancher Sozialreport. Neben materieller Minimalversorgung vermissen sie am meisten die soziale Einbindung, Vorbilder und Orientierungswerte. Ihre Eltern haben längst resigniert vor der dreifachen Last von Armut, Arbeitslosigkeit und Ausweglosigkeit.

Doch Kinder geben nicht so schnell auf. Unbeirrbar suchen sie Wärme, Zuwendung und Zuneigung – und ganz normale, praktische Aufmerksamkeit: Nicht mit leerem Magen und mit Schuhen an den Füssen wollen sie in die Schule gehen.

Mihai arbeitet ausdauernd und konzentriert und wird den Schulabschluss schaffen. Er hat mit den anderen etwa 100 Kindern, die wir jedes Jahr aufnehmen können,  in der CASA FLORIAN sein zweites Zuhause gefunden.

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